Der Jägergarde Ordensempfang 2024

Am Mittwoch den 17. Januar fand der 39. Ordensempfang der Meenzer Jägergarde statt. Der Termin – man konnte es vorab nicht ahnen – war nicht gerade der glücklichste. Denn die Medien und Warn Apps überschlugen sich mit Warnmeldungen: Glatteis, Eisregen, die Apokalypse stand kurz bevor, wenn man all den Meldungen Glauben schenkte.

Und so hagelte es vor der Veranstaltung Absagen. Vorab hatten 47 Vereine zugesagt und diese Zahl schrumpfte von Minute zu Minute. Trotzdem liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zusammen mit ein paar Helfern aus anderen Vereinen richteten “wir” den Saal der Landsmannschaft Hercynia her, fleißige Helfer schmierten Brötchen und dann hieß es hoffen: Kommt überhaupt jemand?

Letztendlich kamen dann doch nicht wenige Gäste, die sich durch das Wetter nicht abhalten ließen.

Und die angereisten Gäste hatten richtig Lust darauf, Fassenacht zu feiern!

So eröffnete “unser” Trommlercorps die Veranstaltung.

Wie man auf dem Bild sieht, “wir” haben hart an “unsrem” Trommlercorps gearbeitet. Die Trommel ist jetzt beleuchtet! Spielen können “wir” immer noch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass “unser” Trommlercorps diese Kampagne noch nicht angefordert wurde.

Die Jägergarde wird dieses Kampagne 10 Jahre alt. Und so gab es auch zum ersten Mal ein Mitglied für seine 10-jährige Mitgliedschaft zu ehren. In “unserem” Fall bekam dieses Mitglied, Bernd Frank, aber keine Ehrennadel, sondern nur einen Jägermeister, den auch direkt trinken musste.

Eigentlich wäre eine Beförderung angestanden. Nach 10 Jahren Generalfeldmarschall wollten “wir” Bernd Frank zum Obergeneralfeldmarschall befördern. Leider waren aber schon die Verleihungsurkunden des Meenzer Hirsch gedruckt, in denen Generalfeldmarshall steht und so muss er leider Generalfeldmarschall bleiben.

“Wir” stellten “unser” Orden Upcycling Projekt vor, bei dem “wir” alten Orden ein neues Leben schenken. Nachhaltigkeit auch in der Fassenacht. Die Orden geben wir für eine Mindestspende von 20€ ab und finanzieren so beispielsweise den Ordensempfang.

Bei den Getränken hatten “wir” Sponsoren. Ein sehr schöner Zufall. In Naila, dem Geburtsort wurde in den Räumlichkeiten einer Traditionsbrauerei eine neue Brauerei gegründet. Und einer der Gründer ist Mainzer Prinzengardist. So gab es leckeres Bier aus seiner alten Heimat von Mathäser Bräu.

Der Wein kam dieses Jahr vom Weingut Galler. Das innovative Weingut arbeitet mit pilzresitenten Reben und kann so auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Zudem füllen Sie ihren Wein teilweise in Pfandflaschen ab, die man in jedem Getränkemarkt/Supermarkt zurückgeben kann.

Der Oberbürgermeister hatte “uns” abgesagt, aber es gab eh keinen Stadtorden zu verteilen, denn die Jägergarde ist wohl die einzige Garde, bei der wirklich jedes Mitglied schon einen Stadtorden hat.

Aber es gibt ja einen neuen Orden: Den Meenzer Hirsch, der an diesem Abend das erste Mal vergeben wurde. Voraussetzung für die Verleihung ist, dass man sich selbst mit einer möglichst unsinnigen Begründung bewerben muss und seine Laudatio selbst halten muss.

Leider konnten nur zwei der drei ausgewählten anreisen, ein(e) Gewinner(in) war durch das Wetter verhindert.

Der erste Ordensträger wurde Michael Krausch. Seine Bewerbung begann mit den Worten “Ich habe den Meenzer Hirsch verdient, weil ich Beamter bin”. Den Rest der Bewerbung haben “wir” nicht gelesen, nicht, dass er es noch versaut…

In seiner Laudatio ging er noch einmal auf sein Beamtendasein ein.

Der zweite Würdenträger ist Stefan Schmidt. In seiner ausführlichen Begründung ging er auf den Mainzer Dialekt ein, in dem es kein “i” gibt. So wird aus Hirsch der Hersch. Da “wir” den Orden aber Meenzer Hirsch getauft haben, haben “wir” ihm den Orden wegen Klugscheißerei verliehen.

Die Verleihungsurkunde ähnelt übrigens rein zufällig – “wir” haben auch keine Ahnung, wie das passieren konnte – der Verleihungsurkunde eines bekannten Mainzer Ordens.

Stefan hielt ebenfalls seine Laudatio selbst, teilweise sogar in Reimform. Kein Wunder, er steht auch als Aktiver des MUCC auf der Bühne.

Natürlich werden “wir” auch kommendes Jahr den Meenzer Hirsch vergeben – bis zum 1. Dezember kann man sich für die kommende Kampagne bewerben.

Nach der Verleihung des Meenzer Hirsch grätschte “unser” Ordensbunny Carolin in die Veranstaltung und holte Ordenskanzler Andreas Walther von der Ordenskommission “Das Goldene Vlies” auf die Bühne. “Unserem” Generalfeldmarschall wurde eine besondere Ehre zuteil: Er wurde zum Ritter vom Orden zum Goldenen Vlies geschlagen.

Das Goldene Vlies gilt als höchste Auszeichnung innerhalb der Fastnacht/des Karnevals.

“Wir” sind sehr stolz zu dem ausgesuchten Kreis der Ordensritter zu gehören. Laut Aussage von Andreas Walther war das das letzte Goldene Vlies, das er verleihen will nach 40 Jahren Aktivität innerhalb der Fastnacht.

“Unser” Ordenbunny Carolin Schnarr zeichnete er im Anschluss mit dem „Till von Europa” aus. Sozusagen eine Vorstufe zum Goldenen Vlies.

Dann holten “wir” die Meenzer Zibbelkappe auf die Bühne. Und die drei brachten von Anfang an den Saal zum Kochen.

Mehr Stimmung hätte auch bei einem besser besuchten Empfang auch nicht aufkommen können. Es war großartig. Als Abschluss des offiziellen Teils holten “wir” noch einmal die Helfer auf die Bühne, um ihnen zu danken.

Danach gab es ein reichhaltiges Buffet, das ja eigentlich für mehr Personen gedacht war, aber “wir” hatten am Vormittag schon einmal die Brötchenanzahl heruntergesetzt, weil “wir” schon mit Absagen gerechnet haben. Ralf Engelhard von EDEKA Engelhard hat erneut nicht nur die Zutaten “uns” zum Sonderpreis gestellt, er und seine Frau stellten sich auch persönlich in die Küche und schmierten die Brötchen zusammen mit der ehemaligen Mombacher Zugmarschallin Siggi Peege und dem zweiten Ordensbunny Jo die Brötchen auch selbst.

Herausgekommen ist ein leckeres aber auch schön anzusehendes Buffet mit Spundekäs, Metbrötchen, Käsebrötchen etc.

Einige Gäste blieben bis spät in die Nacht und feierten mit “uns” 10 Jahre Jägergarde.

Dass die Glatteissituation viele Gäste abgehalten hat ist zwar schade, aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb war es ein wirklich gelungener Abend bei dem wirklich jeder Gast mit einem Lächeln nach Hause gegangen ist. Ausgelassene Stimmung, stolze Ordensträger und viele lustige Geschichten am Rande, die in guter Erinnerung bleiben werden.

“Wir” danken allen, die das möglich gemacht haben. Den Meenzer Zibbelkappe, dem Weingut Galler, der Brauerei Mathäser Bräu, der Firma Jägermeister, die die Orden gestiftet haben aber auch ein paar Flaschen Jägermeister zum Ausschenken, EDEKA Engelhard, der Landsmannschaft Hercynia, deren Saal “wir” nutzen durften, den Studenten der Landsmannschaft hinter der Theke, dem Team bestehend aus Carolin, Jo, Diana, Siggi und Mario. Aber “wir” bedanken “uns” auch bei all den Gästen, die dem Wetter getrotzt haben und den Abend zu dem gemacht haben, was er war: Legendär!

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