Der Jägergarde Ordensempfang 2022

Unsichere Zeiten, Zeiten in denen man vorsichtig sein muss – denn die Gesundheit eines Jeden ist unser höchstes Gut. Einen Ordensempfang im geschlossenen Raum? Das kam dieses Jahr natürlich nicht in Frage. Aber im Freien sollte es gehen. Laut Ordnungsamt unter der Voraussetzung 2G- Das war „uns“ aber nicht genug. Wenn dann auf jeden Fall unter 2G+.

Auf der Suche nach einer passenden Location nutzten „wir“ „unsere“ Kontakte zum Kleingärtnerverein Mainz Bretzenheim, die vor ihrem Vereinsheim eine ausreichend große Freifläche haben, die abgegrenzt ist und zum Teil überdacht.

Die Einladung erfolgte recht kurzfristig, da gefühlt sich alle halbe Stunde die Regeln für solche Veranstaltungen ändern. Und „wir“ mussten unser Team etwas aufstocken, um auch Impfnachweise zu kontrollieren und Anwesenheitslisten zu führen. Es sollte ja alles seine Richtigkeit haben.

Wie bei „uns“ üblich, bekam jeder geladene Gast am Eingang „unseren“ Kampagneorden.

Auch wenn man sich am liebsten ständig in den Armen liegen wollte – es war natürlich Abstand angesagt.

Das offizielle Programm begann mit der traditionellen Rede „unseres“ Generalfeldmarschalls.

„Wir“ versuchten natürlich alle Regularien eines ordentlichen Ordensempfangs einzuhalten. Also konstruierten „wir“ ein Jubiläum, das wir feiern wollten. Die Jägergarde ist 8 Jahre alt, wir feierten unter 2G+ – ergibt in der Summe die magische 11.

„Unser“ diesjähriges Kampagnemotto ist ja „Es geht nicht gleich, es geht nur Stück für Stück, wir impfen uns die Fassenacht zurück“. Und wir Fastnachter sollten da auch Vorbild sein. Doch wie zeigt man das auch nach außen? „Unsere“ Idee dazu: Ein grünes Knicklicht als Zeichen: Dieser Fastnachter ist 2G+.

Nur wie befestigt man das an der Uniform, dass das jeder sieht? Nun, das ist zu lösen, indem man sich zunächst einmal von innen boostert.

Die leere Boosterflasche ist dann ein idealer Halter, den man in den Hut stellen kann.

Ein weiterer Punkt, der auf keinem Ordensempfang fehlen darf, ist der Stadtorden. Und es ist Tradition bei „uns“ dass „wir“ darüber lästern, dass die Vergaberichtlinien sind, dass man von einem anderen Mitglied seines Vereins vorgeschlagen werden muss. Und das stellt eindeutig eine Diskriminierung von Ein-Mann-Garden dar. Und dieses Jahr waren „wir“ sehr geehrt, dass der Oberbürgermeister der Stadt Mainz „unser“ Gast war. Eine gute Gelegenheit, ihn einmal direkt anzusprechen zu dieser Angelegenheit. Und genau in dem Moment grätschten Carolin Schnarr (Dalles Ehrengarde Budenheim) und Jörg Hartmann (Präsident der Schwarzen Husaren Mainz) in die Rede „unseres“ Generalfeldmarschalls.

Was „wir“ nicht wussten: Die beiden hatten im Vorfeld Unterschriften gesammelt und das auch von Personen, von denen „wir“ nicht gedacht hätten, dass sie auch befürworten, dass „unser“ Generalfeldmarschall den Stadtorden bekommt. Und so hatte offensichtlich unser OB Michael Ebling keine andere Wahl, einmal die Regeln für die Vergabe zu umgehen.

„Wir“ fühlen uns gleich doppelt geehrt, einerseits durch den Orden, andererseits durch all die Fürsprecher für die Verleihung.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind immer die Beförderungen innerhalb einer Garde. Da wird es bei „uns“ immer schwieriger. Schließlich wollen „wir“ die Kluft zwischen einfachem Fußvolk und der Offiziersriege nicht noch größer werden lassen. Aber weil er so ein schön lächerliches Knicklicht auf dem Hut trug, wurde Bernd Frank zum Oberarmleuchter ernannt.

Erstmals wurden aber auch Personen außerhalb der Jägergarde ausgezeichnet. Carolin und Jo sind seit dem ersten Ordensempfang der Jägergarde immer im Team und machen den Einlass und helfen bei der Ordensvergabe. Der Urheber des Begriffs ist nicht mehr bekannt, aber irgendwie etablierte sich der Begriff „Orden Bunny“. Und so wurden Sie mit einem Jägergarde Orden Bunny Orden ausgezeichnet.

Und dann gibt es noch die von „uns“ so bezeichnete „Mombacher Fastnachts-Mafia“, bestehend aus Siggi Peege (Zugmarschallin Schissmelle Umzug) und Diana Manganiello-Wolf (Bohnegard), die quasi jeden Facebook Eintrag der Jägergarde auf Facebook kommentieren und sich gegenseitig dabei die Bälle zuspielen. Deshalb wurden sie von „uns“ zu Jägergarde Top Groupies ernannt.

„Wir“ gratulieren den Ordensempfängerinnen!

Nach der Ordensübergabe übernahm der „Meenzer Wingertsknorze“ in Person Jörg Dietrich das Mikrofon mit einer Mischung aus Büttenrede und Gesang.

Bisher nur auf kleinen Bühnen zu sehen, verstand er aber das Publikum mitzunehmen und in seine Lieder einzubinden.

Das Mikrofon wanderte weiter an Prinz Mathias I. aus Ahrweiler.

Als Botschafter der Karnevalsvereine aus dem Ahrtal und Initiator des Flutordens hielt er eine kurze Ansprache, die alle auch etwas sentimental werden ließ auf die schlimme Situation in der Region. Gleichzeitig ging ihm das Herz auf, über die große Unterstützung aus der Hochburg Mainz. Und er genoss es sichtlich, dass so ein kleines Stück Fastnacht bei diesem Ordensempfang möglich war.

Zum Abschluss sang Julia Döring noch zwei Lieder und lies uns einen Moment vergessen, dass eine „normale“ Fastnacht auch dieses Jahr leider nicht möglich ist.

Es war insgesamt eine runde Veranstaltung, ein Stündchen Programm mit anschließendem Ausklang. Alle waren danach ordentlich durchgefroren, aber trotzdem glücklich en wenig Fastnacht im Rahmen der Möglichkeiten feiern zu können.

„Wir“ bedanken uns bei „unserem“ Team Carolin, Diana und Mario am Einlass und Sabine und Andreas an der Getränkeausgabe, Thomas Gottfried, Diana und Stephan für die Fotos, den Kleingärtnerverein Mainz Bretzenheim für die Location, #reinerriesling für den Wein, der Brauerei Kühn Kunz Rosen für das Fastnachtsbier und natürlich Jägermeister für den Jägermeister, aber auch das Sponsoring der Orden.

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