Es ist zwar anmaßend, zu behaupten, dass der eigene Ordensempfang Kult ist, aber es ist eben so. Am 13.01.26 konnten „wir“ Vertreter von sage und schreibe 51 Vereinen im Saal der Landsmannschaft Hercynia in Gonsenheim begrüßen. Drei Vereine mussten leider kurzfristig absagen. Trotzdem ist das für „uns“ aktuell der Rekord an teilnehmenden Vereinen/Garden.
Der Saal platzte aus allen Nähten. Deshalb sind „wir“ auch konsequent und es dürfen von den geladenen Vereinen jeweils nur zwei Vertreter zu „unserem“ Ordensempfang kommen.
Ob das jetzt die Satire auf einen Ordensempfang ist, oder nicht – egal! Es ist gelebtes Brauchtum. Die Fastnacht nimmt alles auf den Arm – auch die Fastnacht selbst.
„Wir“ wollten ja auch Donald Trump einladen. „Wir“ hatten, wie das wohl üblich ist, ihm extra einen Arschkriecher Friedenspreis angefertigt. Die FIFA hatte das ja vorgelebt.
Ob es am Stinkefinger auf dem Deckel lag, dass er nicht kam?
Auch in diesem Jahr war das Publikum das Orchester. Sie bekamen am Eingang jeweils eine Kazoo und mussten den Narrhalla Marsch selbst spielen. Klang nicht immer harmonisch. Aber das ist ja auch ein wenig der Spaß daran. „Wir“ wollen alles nur keinen langweiligen Abend.
Dieser Umstand lockte auch Laura Müller zu „uns“, der „wir“ die Geschichte im Vorfeld erzählt hatten. Sie stimmte das Publikum für den Abend ein.
„Wir“ sind schon länger mit Laura befreundet und sie wurde zu Recht schon in ihrer ersten Kampagne 2024 direkt zur Fernsehsitzung eingeladen. Was eine Stimme…
Natürlich gab es die üblichen Tagesordnungspunkte für einen Ordensempfang. So wurde Bernd Frank für 12 Jahre Mitgliedschaft mit einem Jägermeister geehrt.
Beförderungen gab es keine, dafür eine Degradierung nach einem Skandal. „Unser“ Obertanzbär Bernd Frank stand am 11.11. beim Auftritt von Julia Döring auf der Bühne am Schillerplatz. Und jetzt kommt der Hammer: Er trug dabei zu seiner Uniform keine weißen Handschuhe! Deshalb wurde er vom Obertanzbär zum Untertanzbär degradiert. „Wir“ können es Julia nicht antun, dass „wir“ „uns“ nie wieder beim Lied „Mainzer Garden“ nicht mehr beteiligen.
Ganz ohne Hilfe von weiteren Helfern wäre es unmöglich so einen Ordensempfang zu realisieren. Und deshalb haben „wir“ „uns“ diesmal besonders bei Ralf Engelhard und seiner Dani bedankt. Ralf ist der Chef von EDEKA Engelhard in Finthen und haben jetzt schon mehrfach nicht nur die Zutaten für „unser“ Buffet zu ihrem Einkaufspreis geliefert – nein, die beiden stellen sich auch in die Küche und schmieren zusammen mit Siggi und Jo die Brötchen, portionieren den Spundekäs etc. Deshalb haben „wir“ Dani und Ralf zu „unseren“ Hofcaterern ernannt.
Man munkelt, die Urkunde könne man jetzt in Finthen im EDEKA bewundern.
Inzwischen fester Punkt bei „unserem“ Empfang ist die Verleihung des Meenzer Hirsches. Der Orden soll eine Aufforderung sein, über sich selbst lachen zu können. Keine Auszeichnung für besondere Leistungen, dafür gibt es andere Auszeichnungen. Man muss sich selbst bewerben und seine Laudatio selbst halten. „Wir“ behaupten weiterhin dreist, dass das die höchste Auszeichnung für einen Fastnachter in Mainz ist, Ähnlichkeiten der Verleihungsurkunde zu der des Mainzer Stadtordens sind rein zufällig und nicht beabsichtigt 😉
Man sagt ja: Bei Fastnacht hört der Spaß auf – bei „uns“ nicht und darauf sind „wir“ stolz!
Den ersten Meenzer Hirsch dieses Jahr erhielt Christian Weil als Finther Oberindianer. Und weil er ab und an einen „Ich bin´s“ Orden trägt, dass man ihn auch erkennt.
Beim zweiten Meenzer Hirsch machten „wir“ eine Ausnahme. Der Würdenträger hatte sich nicht selbst beworben, sondern bei einer Rede bei der Füsilier Garde qualifiziert: Der Gonsenheimer Ortsvorsteher Josef Aron. Vor ihm war Sabine Flegel (CDU) Ortsvorsteherin. Als er das Amt übernahm, kam von ihm der Spruch: „In Gonsenheim hat sich nicht viel geändert, es sitzt weiterhin ein Schwarzer im Rathaus“. Mehr Selbstironie geht nicht. Und klar, auch er musste seine Laudatio selbst halten.
Als er seine Rede mit den Worten begann „gut, dass ich nicht rot werden kann“, wussten „wir“, dass der Richtige ausgezeichnet wurde.
Überrascht wurden „wir“ von Joachim Kleintitschen, Ortsvorsteher von Mainz Drais und 1. Vorsitzenden des Draiser Carneval Club mit Schuherhöhungen.
Angeblich ist ja der Ministerpräsident von RLP Alexander Schweitzer minimal größer als die Durchschnittsgröße der Jägergardisten, was „wir“ übrigens für ein Gerücht halten. Diese Erhöhungen sollen das ausgleichen.
Und es gab noch eine ungeplante Aktion. Es stürmte eine durchaus hochrangige Damentruppe auf die Bühne: Dr. Gabi Ackermann (Präsidentin und Generalfeldmarschall Rheinisches Husarenregiment), Dr. Julia Peter (Generalfeldchirurg Aesculap Garde), Julia Döring (Sängerin) und Nina Stumps (Kommandeuse Freischützengarde). Sie meinten, es fehlt noch ein Amt in der Jägergarde: Vortänzer. Und so beförderten sie Bernd Frank zu eben jenem und er musste sein Talent sofort unter Beweis stellen: Er musste ein orangenes Tutu anziehen und den Damen Macarena vortanzen.
Hat natürlich nicht wirklich geklappt und war knapp an der Fremdscham vorbei – aber genau das machte die Aktion besonders lustig. „Wir“ haben da überhaupt kein Problem damit, dass darüber gelacht wird – das Publikum war begeistert. „Wir“ sind für solchen Blödsinn immer zu haben. Auf den „normalen“ Ordensempfängen, die ab und an schon etwas steif sind, geht so etwas leider nicht, aber bei „uns“ kann sich jeder austoben. Wenn „uns“ jemand das kommenden Jahr überraschen will – „wir“ haben damit kein Problem.
Das Programm rundeten die Kapellmainzer ab und brachten den Saal noch einmal zum Kochen.
„Wir“ hatten sie am 11.11.25 angesprochen und sofort eine Zusage bekommen, dass sie bei „uns“ auftreten würden. Wie anfangs erwähnt, der Empfang hat eben einen gewissen Kultstatus.
„Wir“ holten am Ende noch einmal das Team auf der Bühne, ohne dass das Ganze nicht möglich gewesen wäre.
Das eingespielte Team bezeichnen „wir“ gerne als Familie. Jeder hat Spaß daran, langt zu, wo Not am Mann ist, wir hatten ungelogen noch nie Streit in dem Team, was „wir“ großartig finden. Zudem wurden „wir“ wieder an der Theke von zwei (jährlich wechselnden) Studenten der Landsmannschaft Hercynia unterstützt. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben! „Unser“ weiterer Dank geht an die Sponsoren Jägermeister (Jägermeister/Orden) und #reinerriesling für den Wein! Auch wollen „wir“ „uns“ bedanken für die teilweise sehr großzügigen Spenden, die die Gäste im Sparschwein hinterlassen haben, um den Abend zu finanzieren.
Bevor der Generalfeldmarschall das Buffet eröffnete, wies er noch darauf hin, dass er derzeit auf Suche nach einem Halbtagsjob und Aufträgen für seine Selbstständigkeit ist – Engagieren Sie einen Jägergardisten – er ist sehr sehr gut!
Einige Gäste blieben zum Ausklang noch länger – man munkelt, es ging bis halb zwei Uhr nachts. Aber das ist ja auch verständlich, dass so früh Ende war, es war ja ein Dienstag…
Danke zum Schluss an Thomas Gottfried, von dem die meisten Bilder dieses Berichts stammen – mehr Bilder auf seiner Homepage.











